Die ÜTopie versteht sich als eine Plattform der Jugendbewegung, bei der sich Bündische begegnen, kennenlernen, austauschen, voneinander lernen und gemeinsam feiern können.
Die ÜTopie soll für alle Anwesenden ein sicherer Raum sein, in dem sich jede:r wohlfühlen und ohne Angst vor Belästigungen, Anfeindungen oder Übergriffen bewegen kann.
Mit folgenden Verhaltensweisen gestalten wir alle diesen sicheren Raum:
- Persönliche Grenzen respektieren: Wir respektieren jeden Menschen in seiner Privatsphäre und seinen individuellen Grenzen. Wir achten das Recht eines jeden Menschen, selbst zu bestimmen, wie nahe ihm jemand wann, wie und wo kommt.
- Wertschätzendes Verhalten: Wir behandeln jeden Menschen fair und übernehmen Verantwortung füreinander. Dabei machen wir unsere Entscheidungen gegenüber anderen transparent und erklärbar. Wir wehren uns gegen jede Form von Entwürdigung, Abwertung oder Ausgrenzung.
- Stellung beziehen: Wir beziehen Stellung gegen sexistisches, diskriminierendes oder gewalttätiges Verhalten, egal ob verbal oder körperlich und gehen aktiv dagegen vor.
- Vertrauen und Unterstützung finden: Ehrliches Vertrauen und die Möglichkeit sich anzuvertrauen sind Grundlage und Stärke jugendbewegter Arbeit. Jede:r hat das Recht, sich Unterstützung bei anderen zu holen. Wenn sich jemand unwohl fühlt oder es ihr:ihm schlecht geht, ist Hilfe holen kein Petzen und kein Verrat!
Konkret laden wir als Veranstaltung diejenigen Menschen aus, die sich sexualisierter Gewalt im strafrechtlichen Sinne schuldig gemacht haben oder die bei einer bündischen Gruppierung oder Veranstaltung einen Ausschluss oder ein Hausverbot wegen grenzverletzenden Verhaltens erhalten haben.
Während der gesamten Veranstaltung stehen Ansprechpartner:innen zu Themen sexualisierter Gewalt zur Verfügung.
Wir dulden keinen Sexismus, Rassismus, oder andere Formen von Diskriminierung. Das gilt sowohl für unser Handeln als auch gesprochenes und gesungenes Wort. Für rechtsextremistisches oder völkisches Gedankengut und Gewaltverherrlichung ist bei der ÜTopie kein Platz.
Wir möchten zusammen feiern, aber wir sind der Überzeugung, dass es dafür keinen übermäßigen Alkoholkonsum braucht. Niemand muss Alkohol trinken und für umfassende Alternativen wird gesorgt sein.
Falls Du Dich nicht mit diesen Werten identifizieren kannst, ist die ÜTopie und die damit verbundenen Treffen nicht der richtige Ort für Dich.
Wir freuen uns auf ein buntes und fröhliches Fest mit euch!
Darüber hinaus ist uns wichtig:
- Wir gestalten die Veranstaltung so sozial, ökologisch, kulturell und ökonomisch nachhaltig wie möglich.
- Wir richten unser Programm an junge Menschen ab circa 12 Jahren, möchten aber auch explizit erwachsene Bündische als Teilnehmende, nicht nur als Mitarbeitende einbeziehen.
- Wir wollen bündische Einzelpersonen miteinbeziehen. Das umfasst das Ansprechen und Einladen von Einzelpersonen, geeignete Schlafplätze und Einbringungs- und Vernetzungsmöglichkeiten jenseits von Bundstrukturen.
- Wir möchten uns in die Tradition Überbündischer Treffen einreihen (insbesondere Meißner, ÜT’17, Schwarzbunt).
- Wir wollen einen organisatorischen Rahmen bieten, in dem Inhalte und Projekte vorwiegend durch Teilnehmende gestellt werden.
- Wir möchten für möglichst viele Menschen einen möglichst sicheren Raum erzeugen. Hier möchten wir geeignete Rückzugsräume einrichten, inklusives Programm anbieten und geschulte Ansprechpersonen einsetzen.
- Wir tun alles uns mögliche, Menschen mit Beeinträchtigung die Teilnahme zu ermöglichen. Hierzu ermutigen und befähigen wir alle, uns ihre Bedürfnisse mitzuteilen.
- Wir erwarten, dass teilnehmende Bünde die erweiterten Führungszeugnisse ihrer teilnehmenden Mitglieder über 16 Jahren eingesehen haben.
- Aus Gründen des Jugendschutzes müssen alle Personen ab 16 Jahren zu Prävention sexualisierter Gewalt und Grenzverletzungen geschult sein. Die Teilnahme an einer entsprechenden Schulung muss nachgewiesen werden (z.B. Juleica), oder kann bei uns vorgenommen werden.
- Wir sind rücksichtsvoll gegenüber dem Ort, dem Lagerplatz und der umgebenden Natur. Wir vermeiden elektronische Geräte in Begegnungsräumen.
- Wir reflektieren unser Liedgut kritisch.